30. August 2020 Von qds Aus

Was sollte man beim Chipen berücksichtigen?

Chiphandel.de empfiehlt, den Tiertransponder vom Tierarzt setzen zu lassen.

Dieser sollte bei der Injektion folgende Schritte beachten:

  1. Mit einem Chiplesegerät prüfen, ob das Tier bereits einen Tiertransponder implantiert bekommen hat.
  2. Die Verpackung auf Beschädigungen kontrollieren.
  3. Die Transpondernummer des Tiertransponders mit einem Chiplesegerät auslesen und mitder Nummer auf den Barcodelabeln vergleichen.
  4. Nach Bedarf die Implantationsstelle scheren und desinfizieren.
  5. Den Komplettinjektor aus der Verpackung nehmen und die Schutzkappe entfernen.
  6. Den Tiertransponder an die normierte Stelle (linke Nackenseite) des Tieres setzen. Dazu die Hautfalte des Tieres über der linken Schulter mit Fingern und Daumen festhalten, unter dem Daumennagel die Kanüle ansetzen und mit Druck einführen, den Tiertransponder einschieben und Kanüle herausziehen.
  7. Den Tiertransponder erneut auf korrekte Funktionsweise mit einem Chiplesegerät überprüfen.
  8. Die 15-stellige Transpondernummer bei einem Haustierregister (Tasso) registrieren!

Wann sollte der Tierchip gesetzt werden?

Ist Ihr Tier sehr jung, sollten Sie mit dem Setzen eines Tiertransponders solange warten, bis es eine Spritze vertragen kann. Dies ist normalerweise dann der Fall, wenn Sie Ihr Tier impfen lassen können. Am besten ist es, Sie lassen den Tierchip während der Routineimpfung vom Tierarzt setzen. Sollten Sie ein ausgewachsenes Tier ohne Tierchip haben, lassen Sie ihn so schnell wie möglich setzen. Achten Sie dabei auch darauf, Ihr Tier registrieren zu lassen.

Wer darf einen Tierchip implantieren?

Laut dem Tierschutzgesetz, darf der Tierchip von einer Person vorgenommen werden, die dazu qualifiziert ist.

§ 6 Absatz 1: „[…]eine nach artenschutzrechtlichen Vorschriften vorgeschriebene Kennzeichnung[…]“ darf „auch durch eine andere Person [Anm.: also nicht nur von einem Tierarzt] vorgenommen werden, die die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.“ Wie diese „notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten“ im Einzelnen spezifiziert werden, sagt das Gesetz leider nicht aus. Es ist geplant, dass eine Projektgruppe eine Qualifizierungsbeschreibung erstellt.

Unsere Empfehlung: Lassen Sie Ihr Tier von einem Tierarzt kennzeichnen, falls Sie keine Erfahrung mit der Tierkennzeichnung haben! Viele Tierärzte sind dazu bereit, Tierchips zu verwenden, die Sie bei uns erwerben und mitbringen. So können Sie dem Tier unnötiges Leid ersparen und trotzdem Geld sparen.

Die linke Halsseite, wo der Chip eingepflanzt wird, ist bei vielen Tieren eine recht empfindliche, von Blutgefäßen durchzogene Stelle. Deswegen sollte die Kennzeichnung einem Fachmann überlassen werden.